In-Nadur

In-Nadur liegt auf dem östlichsten Berg von Gozo. Es ist ein interessantes traditionelles Dorf und bietet einen herrlichen Blick über Land und Meer. Es kann entweder aus ir-Rabat oder direkt vom Mġarr-Hafen erreicht werden.

Die barocke Pfarrkirche beherrscht den Horizont von in-Nadur und ist eines von Gozos besten Beispielen barocker Baukunst. Die Kirche ist den Heiligen Petrus und Paulus geweiht und steht majestätisch auf dem umfangreichen Dorfplatz gegenüber einem alten Steinkreuz. Das Fest der Heiligen Petrus und Paulus, das „L-Imnarja“ genannt wird, wird am 29. Juni gefeiert, der auch ein Nationalfeiertag ist. Der Name des Festes leitet sich von luminaria (Beleuchtung) ab und ist mit dem Beginn des Sommers verbunden.

Das Dorf hat sein eigenes Schifffahrtsmuseum, eine Fundgrube von maritimen Erinnerungsstücken aus der Zeit der Ritter, der britischen Ära und bis in das 20. Jahrhundert.

In-Nadur ist auch für die wunderschönen, grünen Täler und ruhigen Buchten, die es umgeben, bekannt. An der Küste in der Nähe sind die schönen Strände von San Blas und Ramla sowie Daħlet Qorrot, eine herrliche kleine Bucht, die bei Fischern sowie einheimischen Schwimmern sehr beliebt ist. Beachten Sie die einzigartigen Bootshäuser in Dahlet Qorrot, die meist aus natürlichen Höhlen und Felsvorsprüngen an der Basis der Klippen umgewandelt sind. Der Ta‘ Isopu-Turm (auch Ta‘ Sopu oder San Blas Turm), ein Wachturm aus der Ritterzeit, steht auf halbem Weg zwischen Dahlet Qorrot und San Blas.

In-Nadur selbst ist eine Art Wachturm für die Insel. Der Name des Dorfes stammt aus dem maltesischen Wort nadar, was ausführlich beobachten – Wache halten bedeutet. Der höchste Punkt des Dorfes bietet sicherlich einige der spektakulärsten Ausblicke auf Gozo. Hier steht der Kenuna-Turm, von den Briten im Jahre 1848 gebaut, diente er nicht zur Verteidigung, sondern als Telegraf zwischen Malta und Gozo. Ein neuer maltesischer botanischer Garten umgibt den Turm.