Ġgantija-Tempel

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Noch vor dem berühmten Stonehenge erbaut, sind diese beiden Tempel zusammen eine UNESCO-Weltkulturstätte mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Zwischen 3.600 und 3.200 v. Chr. Erbaut wurde sie ab ca. 2.500 v. Chr. Nicht mehr genutzt und bis ins 19. Jahrhundert nie ganz dem modernen Auge enthüllt.

Der Name Ġgantija stammt von dem Wort „‘ġgant’, maltesisch für Riese, da die Gozitaner glaubten, dass die Tempel von Riesen erbaut wurden. Nicht überraschend, wenn man die Größe der Kalksteinblöcke sieht, aus denen sie gebaut wurden. Einige dieser Megalithen übersteigen fünf Meter Länge und wiegen über 5 Tonnen.

Strapazierfähiger korallenartiger Kalkstein wurde für den Bau der äußeren Mauern (einer der Gründe, wieso die Gebäude so lange überlebt haben) verwendet, während sanfterer, glatter Globigerina-Kalkstein für die Innenausstattung wie Türen, Altare und dekorative Scheiben reserviert wurden. Jeder Tempel besteht aus einer Anzahl Apsis, die an den Mittelgang angrenzen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Innenwände verputzt und gestrichen wurden. Zwei Verputzfragmente mit rotem Ocker wurden gefunden und befinden sich jetzt im Archäologischen Museum von Gozo.

Vor den Tempeln gibt es eine große Terrasse, die wahrscheinlich für feierliche Versammlungen benutzt wurde. Überreste von Tierknochen lassen darauf schließen, dass Rituale mit Tieropfern abgehalten wurden und das Benutzen von Feuer wird durch die Feuerstellen belegt. Eine Reihe von Trinklöchern könnte für das Einschenken von angebotenen Getränken verwendet worden sein.

Eine kleine Anzahl Statuetten und andere prähistorische Funde in Ġgantija können im Archäologischen Museum auf Gozo gesehen werden.